Die Absurdität
des Absurden -
Das Verrückteste erhält den Nobelpreis für Literatur
Das Verrückteste erhält den Nobelpreis für Literatur
Die Absurdität des Absurden kommt aus Stockholm.
Als die Leute vom Nobelpreiskomitee das zeitweise modisch gewordene Phänomen des Absurden über Samuel Beckett zu würdigen gedachten, hielt dieser es mit Godot und kam nicht zur Ehrung.
Exil-Rumäne Eugen Ionesco, der dem Genre Theater des Absurden zu Weltruhm verholfen hatte, ging damals leer aus, obwohl die europäische Kulturnation der Rumänen seinerzeit schon eine noble Ehrung verdient hätte.
Um dem großen Deutschland einen kleinen Gefallen zu tun oder um die inzwischen zu erstrangigen Europäern aufgestiegen Rumänen mit zu versöhnen, reagierten die gewissensgeplagten Leute aus Stockholm dann doch noch zu später Stunde und vergaben in einem Anflug von selbstlosestem Altruismus den
Nobelpreis für Literatur 2009
an eine neue Protagonistin des Absurden, namentlich an die aus Rumänien stammende Undeutsche Herta Müller, deren merkwürdige Nonsens-Sprache das Deutsch der Jetztzeit ebenso reformieren wird wie der Einzug der Kulturlosigkeit in die Kultur.
Was dem strammen Antikommunisten und Metaphysiker Eugen Ionesco versagt worden war, musste der platten Materialistin aus dem Banat zugesprochen werden!
Ein Akt der Kompensation und nationaler Wiedergutmachung?
Wozu – und vor allem wofür?
Vielleicht für den Versuch, das bei Camus, Beckett und Ionesco bis zum Exzess philosophisch-literarisch ausgestaltete Absurde noch toppen zu wollen,
über neue Absurditäten am laufenden Band in den - in der Tat -einmalig absurden Ausführungen von Herta Müller?
Irrationalismen und Verrücktheiten jeder Couleur sollen nun auch rational begriffen werden?
Contradictio in adiecto!
So
führt das Absurde sich vielleicht selbst ad absurdum!
Endlich!
Gott sei Dank!
Aus:
Carl Gibson,
„Die Zeit der Chamäleons“ -
Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen, Essays zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte
sowie Kritisches zum Zeitgeschehen
sowie Kritisches zum Zeitgeschehen
Zum Sinn der Philosophie heute
Philosophen sollen reden und schreiben,
Philosophen sollen Fragen aufwerfen und Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!
Das – sprichwörtliche – Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg,
denn es verhüllt die Wahrheit und billigt die Lüge.
Das Schweigen der Denker nützt nur den Mächtigen.
Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson
in seinem zweibändigen Hauptwerk:
speziell in:
"Symphonie der Freiheit", (2008)
"Symphonie der Freiheit", (2008)
sowie in dem jüngst erschienenen
"Allein in der Revolte.
"Allein in der Revolte.
Eine Jugend im Banat", (2013)
Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.
Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel
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