Sonntag, 18. Oktober 2026

Mein Telefon hat seit Wochen nicht mehr geklingelt

  

Buchautor und Blogger Carl Gibson unter verblühender Königskerze Ende August 2026


 

Mein Telefon hat seit Wochen nicht mehr geklingelt

Was sagt das aus über die geistig-existenzielle Situation eines Schaffenden, der in Einsamkeit lebt und wirkt, im selbst gewählten Alleinsein?

Vereinsamt bin ich noch nicht, aber in dem – auch öffentlich gemachten – „Rückzug[1]“ angekommen,

wenn auch nicht im „ruhigen Hafen“ – bei all dem Baulärm[2] in einer Zeit, die dem geistig-künstlerischen Schaffen ganz und gar abhold ist[3].

 

 

 



[2] Inzwischen, nach drei Wochen Lärmbelästigung in der Nachbarwohnung, was mich, den Kraken, immer wieder in die Flucht trieb, in die Natur, hat man mir klargemacht, dass es eine „Mittagsruhe in Deutschland“ nicht geben würde, im Deutschland der auch sonst Rücksichtslosen aus Politik und Gesellschaft!

 

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Zwei schlimme Kriege und Baulärm ein ganzes Jahr hindurch – das sind wesentliche Ursachen und Gründe für meine Albträume in jüngster Zeit, mit und ohne Skandalnudel Herta Müller

 

[3] „Du rufst nie an“, den Vorwurf machte man mir schon früher. Für lange, sinnlose Telefonate fehlte mir immer schon die Zeit. Jetzt aber, wo alle Bezugspersonen tot sind, habe ich überhaupt keine telefonischen Bedürfnisse mehr, auch mit dem Handy nicht, das ich, praktisch ungenutzt, noch mit mir herumtrage, auch in der Natur. Hat die Welt mich deshalb schon vergessen? Nicht ganz! Denn als „Blogger“ – wenn auch mit einem gelöschten Blog – bin ich noch da, praktisch täglich, für die Welt – und quicklebendig, als Schaffender eben – aus der Einsamkeit heraus, die gute Früchte tragen kann, wenn man sie richtig nutzt und agiert.

Gerade als ich – als guter Staatsbürger wieder einmal mit dem „Freund und Helfer“ aus der Nachbarschaft reden wollte, um die an der Schranke am Waldrand gefundene Rehkeule anzusprechen nach dem toten Reh – gab mein Festnetz-Telefon, lange schon marode, seinen Geist endgültig auf. Nun schaffte ich ein neues Gerät an, bin also erreichbar, wenn Menschen mit mir reden wollen.

 

 


Nachtschicht

Was in den letzten Jahren doch die Ausnahme war, wird inzwischen zur Regel.

Richtig geschlafen habe ich schon lange nicht mehr - seit dem 2019, als die schwere Krankheit diagnostiziert wurde und bedingt durch die Folgen und andere existenzielle wie gesellschaftliche Ereignisse wie Pandemie und drei Kriege, über die ich täglich wie ausführlich schrieb. Nun, bedingt durch die Blog-Löschung und den Baulärm in letzter Zeit, verschlechterte sich mein Gesundheitszustand noch mehr, was die Nachtruhe auf wenige Stunden verkürzt, die Nacht zum Tag macht, auch bei geistigen schaffen.

So jagt eine Nachtschicht[1] die andere – und dabei sehne auch ich mich, gleich dem Michel, nach einem langen, tiefen, erholsamen Schlaf, an dem alles hängt, der gute Tag danach, die Stimmung – und das entstehende Werk, das nur gut wird, wenn Körper, Geist und Seele ausgeruht sind.

Ist also alles, was ich seit der Krankheit schrieb, unzulänglich und unvollkommen? Und das Nicht-Erscheinen der entstandenen Bücher aus dieser Zeit – zwischen Matratze und Klo - durchaus berechtigt?

 



[1] Das Ergebnis der Nachtschicht von heute: 4 Beiträge, die schon im Kopf waren, verfasst zwischen 5 Uhr und neun Uhr – für die Welt … und als ein Zeichen, dass ich noch lebe, das Los der Welt im Blick – am Werk!

 

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: In Klausur, doch die Welt im Blick

 


 

Tag für Tag eine neue Dummheit,

mindestens eine!

Diesen Eindruck hat nicht nur der kritische Blogger, der seit vielen Jahren über den Einen schreibt, sondern die halbe Welt, in das eine Haus schauend, von dem viel törichte Politik ausgeht, auch schon seit Jahren, nach innen wie nach außen.

Was die Zivilisiert-Kultivierten lange nicht zur Kenntnis nehmen und dezidiert ansprechen wollten, dem müssen sie sich nun doch stellen, gleich einem Fait accompli, denn der Eine, der macht, was er will, nimmt weder Rücksicht auf Feind noch auf Freunde in seiner Machtpolitik, in welcher das Feindbild täglich wechselt – wie die Wahrheiten, die stündlich gemacht und verbreitet werden.

Was ich über die Politik dieses Einen schrieb, wird schon lange nicht mehr im Internet gefunden, denn er hat seine Handlanger, die alles tilgen und löschen, was der Chaospolitik des Einen nicht entspricht, nicht nur den Einzelbeitrag tilgend, aus der Welt schaffend mit aller Kritik an dem Einen, sondern gleich den ganzen Blog – in dieser freiesten aller freien Welten, oft schon im Präventivschlag, das Neugeborenen schon im Mutterleib abtötend, noch vor der Geburt.

 



„Die Kavallerie schützt die Siedler“ – oder: lesen auf dem Bodensatz eines Blogs

ist aussagekräftiger als das Rätseln im Kaffeesatz, denn dort wird sichtbar – wenigstens für mich, den Urheber – was die Welt rezipiert von dem bisher Publizierten.

Auch ein Blog muss verdauen; die Beiträge dort müssen sich setzen, gleich dem neuen Wein, dessen Zeit nun wieder gekommen ist, genauer diejenigen Artikel der kritischen Sorte, die noch da sind, diversen Formen der Zensur entgingen und nun weiter wirken, rezipiert von Leuten, die sich Gedanken machen über die Gegenwart und Zukunft, wahrscheinlich von jungen Leuten aus unterschiedlichen Gesellschaften und von den Hochschulen, die nun auf die Barrikaden gehen, in Frankreich, im Land der Revolutionäre und Rebellen aus dem Widerstand, in Italien, in Spanien, ja, sogar in Albanien, also überall dort, wo das Volk mit der Politik der Regierenden nicht mehr einverstanden ist.

Auf einmal interessiert jedoch nicht nur der neue Wein, sondern auch das bisher Verschüttete aus dem Bodenschlamm[1] – des Blogs -, das auch ein essentielles Destillat ist, ein Geist aus der Flasche, der aufrührt und Kräfte entfesselt, mit welchen man in einer Welt, in der doch alles so sehr in Ordnung war, nicht gerechnet hat.

Tabuisiertes kommt hoch, wachgerüttelt von Menschen, die nun ihre Freiheiten und Persönlichkeitsrechte einfordern, nachdem man sie lange gegängelt und hinter dem Mond gehalten hat – mit falscher Politik und leeren Versprechungen.

Was der einzelne Zeitkritiker früher schon sah und ansprach, avantgardistisch vorausschauend, wird jetzt zum Massenphänomen, im alten Europa, aber auch im fernen Südamerika sowie in Teilen Asiens und sogar in der islamischen Welt, wo regelmäßig das gelesen wird, was ich – neben anderen – schreibe und publiziere.

Worüber habe ich noch nicht geschrieben in all den Jahren? Wer sich von meiner Themen-„Vielfalt[2]“ einen Begriff machen will, der schaue auf meine Blogs, auch auf die Variationen wichtiger Themen, die wiederkehren, weil die Zeit-Phänomene „nicht bewältigt, sondern nur „verdrängt“ wurden – in der politisch korrekten Welt der Selbstgerechten in den Tagen globalen Pharisäertums.

Den Beitrag

„Die Kavallerie schützt die Siedler – oder: Die Geschichte des Wilden Westens in den USA wiederholt sich heute im Westjordanland“

könnte ich heute, in der Mitte des Oktober 2026, heute, wo jüdische Siedler, beschützt und bestärkt von der IDF, nicht nur uralte Olivenbäume niederbrennen im Rausch der Vernichtung und auf einheimische Palästinenser losgehen, sondern auch auf eine US-Journalistin und auf EU-Diplomaten aus Frankreich und Belgien, wieder schreiben, wenn ich ihn nicht längst schon geschrieben[3] hätte, in Variationen, als ein Autor, der seine zeitkritischen Bücher – auch über die drei Kriege – hier nicht mehr aus eigener Kraft veröffentlichen kann.

Scrollen, scrollen, scrollen[4], ermahnte ich die potentiellen Leser schon früher. Auch, wen der ein Blog bei WordPress weg ist, dekapitiert in der Zeit der Dekapitation, von welchen Dunkelmännern auch immer, jeder zweite Beitrag de facto auch weg ist, eliminiert, wegradiert wie viel von meiner Aufklärungsarbeit seit 2010 – eine Menge ist noch da, geschrieben, kann also gelesen, wissenschaftlich rezipiert werden![5]

 

[5] Mein Hauptblog bei der Google-Firma „blogger“, den man mir noch nicht genommen hat, verzeichnet heute, am 18. Oktober 2026, über 44 000 Zugriffe.

Was neu ist und unerwartet auf meinen „Werke“-Blog: der Iran führt dort seit Tagen die Statistik an! (Mit über 500 Klicks!) Der verteufelte, im Westen dämonisierte Iran!

Vielleicht hat es sich im Land der Perser herumgesprochen, dass es im westen noch einen Blogger gibt, der seit Jahren schon versucht, „ausgewogen“ über den Iran zu berichten!? Im Kontrast zu den offiziellen, öffentlich-rechtlichen Medien!


 

  

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