Donnerstag, 26. Dezember 2013

Das fünfte Rad am Traktor Oder Herta Müllers dilettantisch inszenierter Widerstands-Mythos von der Stange

Das fünfte Rad am Traktor

Oder

Herta Müllers dilettantisch inszenierter Widerstands-Mythos von der Stange

 

Als Herta Müller 1987 nach Deutschland kam, in ein Land, dass ihr fremd war und wohl auch immer noch ist, hatte sie nur eine Widerstandslegende im Gepäck, nämlich die Behauptung,

einem Anwerbe-Versuch der Securitate in der Temeschburger Traktorenfabrik „Technometal“ widerstanden zu haben.

Sehr heroisch das Ganze!

Und sogar immer noch aktuell, obwohl eine Verweigerung dieser Art, insofern sie überhaupt erfolgte, nichts Besonderes darstellt, da zehntausende Personen im ehemaligen kommunistischen Machtbereich ähnlich handelten.

Doch weshalb wollte die Securitate gerade sie anwerben, eine Übersetzerin, die in einem kleinen Büro mit wenigen Angestellten ihrer Arbeit nachging?

Was hätte sie ausspionieren sollen? Das fünfte Rad am Traktor vielleicht?

Wenn hätte sie dort belauschen, denunzieren, verraten können?

Die zahlreichen Fabrikarbeiter aus Temeschburg, Sackelhausen, Blumenthal und anderen deutschen Ortschaften des Banats, die alle miteinander hohe Politik machten, staatsfeindliche Komplotte schmiedeten, über die Ausreise debattierten und Staatsgeheimnisse hin und her schoben?

Hätte sie nicht vielmehr die so genannte Aktionsgruppe Banat ausspionieren können, um dann der Securitate zu berichten,  was diese Mitglieder der Rumänischen Kommunistischen Partei so alles an ketzerischem, konterrevolutionärem Gedankengut ausbrüteten, um daraus Literatur zu machen?

Fakt ist: Wenn Herta Müller bereits vor ihrer Entlassung aus der „Traktorenfabrik“ Technometal in Temeschburg im Banat mit dem rumänischen Geheimdienst Securitate tatsächlich in Konflikt geraten wäre, also im Jahr 1979, gerade als ich unmittelbar aus dem Gefängnis kommend das Land für immer verließ, 

dann hätte sie in der rumänischen Diktatur nie eine Zeile veröffentlichen dürfen.

Die Securitate hätte unmittelbar nach der „Widerstands-Tat“ eine Verfolgungs-Akte angelegt,  bereits 1979 – und nicht- aus ganz anderem Grund - erst 1983,
also nach der Veröffentlichung ihres antideutschen Debüt-Bandes „Niederungen“ .

Daraufhin wäre Herta Müller in die Schar der Oppositionellen eingereiht worden wie fast alle meine Mitstreiter von der freien Gewerkschaft SLOMR, die bald darauf  Rumänien verlassen mussten, die aber ihren Widerstand jederzeit glaubhaft machen, erhärten und mit konkreten Baten und Dokumenten beweisen können – im Gegensatz zu Herta Müller, die nichts als eine Behauptung vorzeigen kann.

Herta Müller aber heiratete 1982 den Kommunisten Richard Wagner und blieb noch viele Jahre freiwillig – und als Privilegierte und Westreisende in Ceausescus Arbeiter-Paradies, bis 1987!

Herta Müllers Widerstandsmythos von der Stange hielt sich tapfer bis ins Jahr 2009, um dann, nachdem ich diese „einzigartige“ Heldentat an vielen Stellen angemessen gewürdigt hatte, durch schärferen Tobak ersetzt zu werden, namentlich durch

die weltweit noch nie gehörte „Eier-Folter-Geschichte“,

die Herta Müller zwei Jahrzehnte lang in ihrer Schatzkammer verwahrt hatte wie ein Antidot, dass man – quasi als ultima ratio -  nur bei Schlangenbiss einsetzt.

Im Jahr 2009 sollte die Welt dann in den Kolumnen der wahrheitsliebenden Wochenzeitung DIE ZEIT endlich erfahren, dass Herta Müller nicht nur mit einer geworfenen Blumenvase und verbalen Attacken von der Securitate bedroht,  sondern sogar körperlich malträtiert, richtig gefoltert worden war, indem sie acht hartgekochte Eier mit Salz und grünen Zwiebeln essen musste, um „kotzen“ zu können.

Die staunende Welt hielt den Atem an und staunt noch heute, obwohl inzwischen einige Leute wissen, wo Herta Müller die Zutaten zu dieser üblen Lügen-Mixtur geklaut hat.

Manchmal entpuppt sich die Wunderwaffe denkerischer Dilettanten und schriftstellerischer Stümper als Dumm-Dumm-Geschoss und fliegt – wie der falsch geschleuderte Bumerang – an den eigenen Kopf zurück.

Nicht alle Blütenträume reifen – und nicht jede spekulative Münchhausiade geht auf, dafür aber ins Auge – wie jener Pfahl, den Herta Müller immer nur bei anderen ausmacht!







Aus: Carl Gibson, Die Zeit der Chamäleons -



Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen, Essays
Schriften zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen
Motto:

Zum Sinn der Philosophie heute

Philosophen müssen öffentlich agieren.
Sie sollen sich einmischen,
sie sollen reden und schreiben.
Philosophen müssen Fragen aufwerfen, aber auch Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!

Das sprichwörtliche Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg, 

denn es nützt nur den Mächtigen.
Carl Gibson



Carl Gibson

Die Zeit der Chamäleons

    


Kritisches zum Leben und Werk Herta Müllers
aus ethischer Sicht

Mit Tuschezeichnungen von Michael Blümel


Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa





 



Carl Gibson, Philosoph, Schriftsteller (VS), Bürgerrechtler

aktiv als Lenau-Forscher, kritischer Publizist (Blogger) und Herta Müller-Kritiker. 

Wichtige Buchveröffentlichungen:

 „Lenau. Leben – Werk – Wirkung“, Heidelberg 1989, 

„Symphonie der Freiheit“,2008,

 „Allein in der Revolte“,2013. 

Carl Gibsons seit Jahren intensiver werdende Kritik an Herta Müllers Leben

 (Selbstmythisierung) und Werk aus ethischer, ästhetischer und politischer Sicht –

 bei Hinterfragung der „moralischen Integrität“ der umstrittenen Nobelpreisträgerin.


Vom Logos zum Mythos? Was wird aus den
Werten der Demokratie, wenn im Namen der
Wahrheit gelogen wird und falsche Ikonen
Ehrung finden, fragt der Bürgerrechtler und
Dissident während der Ceausescu-Diktatur
in seiner essayistisch-aphoristischen Auseinandersetzung mit den Medien, der
Politik und dem Werk der höchst umstrittenen, doch massiv protegierten
Nobelpreisträgerin für Literatur, Herta Müller.
Seit 2013 bezichtigt Carl Gibson Herta Müller des Plagiats. Er wirft ihr vor, aus
seinen Werken abgeschrieben, ihre Folter und Verfolgung im Kommunismus
erfunden, die Nobelpreisnominierung erschlichen, mehrfach wissentlich die
Unwahrheit gesagt und somit die internationale Öffentlichkeit vielfach getäuscht
zu haben.
Seine viel diskutierten, hier differenziert ausgeweiteten Argumente gingen bereits
um die Welt.


Ein Skandal?







Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson in seinem zweibändigen Hauptwerk:
in: "Symphonie der Freiheit", (2008)


sowie in dem jüngst erschienenen

"Allein in der Revolte. Eine Jugend im Banat", (2013)



Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.

 










 

 

 
 
 
 







 
 







 
 













Copyright: Carl Gibson

© Carl Gibson (Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel)
© Illustrationen und Graphiken: Michael Blümel

                         

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