Donnerstag, 16. Mai 2013

Glaubt der chinesische Dissident Liao Yiwu Herta Müllers erfundenes Securitate-Martyrium wirklich?




Glaubt der chinesische Dissident Liao Yiwu Herta Müllers erfundenes Securitate-Martyrium wirklich?

Oder ist das alles nur plumpe Anbiederei?

In einem Interview sagt der aus China geflohene Dissident und Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2012, er hätte noch während seiner Zeit in der Volksrepublik China Herta Müllers ZEIT-Artikel
„Die Securitate ist noch im Dienst“  
(im Juli, 2009 erschienen)
gelesen,
jenes üble Machwerk in welchem die hochdekorierte Gauklerin aus dem Banat die echten Opfer des Widerstands gegen den Kommunismus und ihre Leiden verhöhnt, inklusive meine authentischen „Erfahrungen im Securitate-Verhör“.
Da der in Deutschland lebende, aber kein Deutsch sprechende Liao Yiwu in keinem Punkt widerspricht oder Zweifel äußert, führt zur Annahme, dass er die abstrusen Geschichten als bare Münze nimmt, sie tatsächlich glaubt.

Das lässt mich ernsthaft an Liao Yiwu zweifeln.

Glaubt der chinesische Dissident Liao Yiwu Herta Müllers erfundenes Securitate-Martyrium in der Tat?

Oder will er sich nur über die fragliche Prominenz einer kontrovers diskutierten Autorin einschmeicheln?

Ich frage mich: Hängt die Aussage vielleicht mit der Übersetzung zusammen?

Ist der Liberalismus in der Volksrepublik China so weit gediehen, dass dort die Artikel aus dem ZEIT-Magazin aus Hamburg inzwischen vollständig ins (Hoch-)Chinesische übersetzt werden?
Oder zirkulierte dort eine Art Samisdat-Version?

Herta Müller, die selbst nie eine Dissidentin war, schmückt sich wiederum gern mit dem chinesischen Dissidenten aus dem roten Gefängnis, weil sie indirekt von der Maskerade profitiert.
Die schlecht Informierten lassen sich gerne einlullen und täuschen!

Wer wird schon den Dingen auf den Grund gehen?
Alle nachprüfen?

Eine Anbiederung darf jedoch nie so weit gehen, dass sie die Wahrheit verfälscht.
Wer Lügen stützt, wird selbst unglaubwürdig und büßt seine Integrität ein.




Aus: Carl Gibson, „Die Zeit der Chamäleons“ -


Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen, Essays




zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen








Motto:


Zum Sinn der Philosophie heute

Philosophen sollen reden und schreiben,
Philosophen sollen Fragen aufwerfen und Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!

Das – sprichwörtliche – Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg.

Das Schweigen der Denker nützt nur den Mächtigen.












Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson in seinem Hauptwerk (in zwei Bänden),

in:





"Symphonie der Freiheit", (2008)



sowie in dem jüngst erschienenen

 "Allein in der Revolte". Eine Jugend im Banat, (2013)



     
















Philosoph und Zeitkritiker Carl Gibson

Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.


Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel




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