Freitag, 17. Mai 2013

Herta Müllers „Essays“, Literatur als Gift

19.
Herta Müllers „Essays“
Ihre Art, sich in literarische Kategorien einordnen zu wollen, führt nicht nur die traditionellen Begriffe „Essay“ und „Poetik“ ab absurdum, sondern die gesamte „Literatur“.
Herta Müllers Kreationen, gelegentlich als „Essays bezeichnet“, sind Essays im trivialen Sinne des Begriffes. Es sind in der Regel misslungene Versuche, dadaistische Kreationen post festum, die in der Phase des Versuches stecken bleiben.
Ein Vergleich mit den künstlerischen und zugleich wissenschaftlichen Essays etwa eines Thomas Mann, mit dem sie als Nobelpreisträgerin de facto auf einer Stufe steht, erübrigt sich vollends, denn Herta Müller fehlt nicht nur die Durchdringung über scharfes Denken oder Empathie– ihr fehlt neben pointiertem Witz, Geist und Kunst – Wissen und Bildung schlechthin und somit die conditio sine qua non des Essays.
Eine höchst dilettantische Stümperei in jeder Hinsicht als „Essay“ zu rechtfertigen, das schafft nur ein Feuilletonredakteur der ZEIT.

Oder ist die Gattung "Essay" ein Freibrief für jede Verrücktheit?
 
 
18.
Literatur als Gift
Viele so genannte „Werke“ aus der Feder Herta Müllers wirken auf mich wie Gift.
Die vielen Lügen darin vergiften meinen Tag,
sie vergiften meine Nacht,
sie wirken wie Rizinusöl.
Man kann nur kleinste Dosen davon aufnehmen, will nicht an ihrem „Geist“ zu Grunde gehen.
Wie der Geist aus der Flasche oft als Nervengift auftritt, so zerrüttet jener Ungeist die Seele und das zarte Gemüt, das noch nicht verdreckt ist und sich gegen den Dreck wehrt, der für andere wesenhaft ist.
Der Krampf beim Lesen dieser Fliegenpilz-Literatur verursacht weitere Krämpfe, Übelkeit, Brechreiz  - wie wenn man in einer Kloake watet. Es kostet ein übermenschliches Maß an Überwindung, zwingt man sich trotzdem zur Auseinandersetzung, nur um nicht der Lüge das ganze Feld zu überlassen.
Henri Michaux experimentierte mit Mescalin, um die schwarze Romantik Baudelaires oder die pathologische Negativität und das Schreckliche Lautreamonts noch literarisch toppen zu können.
Die Ignorantin Herta Müller macht da munter weiter, epigonal und post festum, einfach weil sie sich nicht darum kümmert, was vor ihr an origineller Literatur produziert wurde– auch ohne Drogen?
Es gehört sehr viel Überwindung dazu, mich überhaupt mit diesem Schrifttum zu beschäftigen, den dreisten Verzerrungen, Verdrehungen und oft plumpen Lügen zu folgen, der defekten Sprache, und den zahlreichen Plattitüden, die als Witz und Geist verkauft werden.
Man muss schon Michael Naumann heißen, wenn einem so etwas zusagt oder XY, wenn man das auch noch – gut verpackt und angepriesen - verlegt.
„Das tue ich mir nicht an“, sagen die einen.
„Es muss sein“, halte ich dagegen – wie die Rumänen im Banat,
die „e mussai“ sagen, wenn etwas unbedingt sein muss!

Sonst grassiert diese Unliteratur weiter - wie einst die Pest!
Schließlich muss einer den Anfang machen, auch wenn ihm diese Art der Auseinandersetzung und Aufklärung nicht liegt.

 

Aus: Carl Gibson, „Die Zeit der Chamäleons“ -



Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen, Essays


zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen




Motto:


Zum Sinn der Philosophie heute

Philosophen sollen reden und schreiben,
Philosophen sollen Fragen aufwerfen und Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!

Das – sprichwörtliche – Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg.

Das Schweigen der Denker nützt nur den Mächtigen.










Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson in seinem Hauptwerk (in zwei Bänden),

in:





"Symphonie der Freiheit", (2008)


sowie in dem jüngst erschienenen

 "Allein in der Revolte". Eine Jugend im Banat, (2013)





















Philosoph und Zeitkritiker Carl Gibson

Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.


Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel











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