Donnerstag, 16. Mai 2013

Im „Skandal“ daheim - oder vom Kampf der Einen gegen alle, selbst gegen die Chinesen!



Moralische Entrüstung“ und „ethischer Aufschrei“ 

- Der skandalöse Kampf der aufrechten Unbeugsame gegen alle!

Skandalnudeln leben vom heißen Wind, den sie kurzfristig verursachen, 
von der billigen Effekthascherei.
Auch Herta Müller ist seit ihrem öffentlichen Bestehen skandalumwittert und höchst umstritten, literarisch wie moralisch und politisch.
Viele haben immer noch nicht begriffen, was da abläuft.
Die „moralische Entrüstung“ und den „ethischen Aufschrei“ beherrscht sie trotz permanenter Einübung nur schlecht –

Und doch will die Jeanne d’ Arc aus Nitzkydorf im Banat quasi im Namen des Guten, alle anprangern, die sich gegen ihre Vorstellungen von Werten versündigen:
die Banater Schwaben,
Schriftstellerkollegen,
echte und falsche IMs der Securitate,
die Evangelische Kirche A. B., etc. , etc.!
Nachdem das alles in der deutschen Öffentlichkeit keine gehörige Resonanz fand, geschweige denn die erwartete Mit-Solidarität in der Regel schlecht informierter Journalisten und Universitätsdozenten, legte Herta Müller noch einmal nach und nahm den
Nobelpreisträger Günter Grass auf Korn,
einen weiteren Kollegen, dem sie literarisch-künstlerisch nie das Wasser wird reichen können.
Da auch dieser synthetische und einseitig inszenierte Disput bald wirkungslos verpuffte wie die reifen Löwenzahnsamen im Wind, nahm die Heroine sich den
chinesischen Nobelpreisträger Mo Yan
vor.
Im Bund mit Liao Yiwu
,der ihre erfundenen Securitate-Geschichten aus dem ZEIT-Magazin angeblich schon in China gelesen haben will und alles auch geglaubt hat, inklusiv der höchst absurden Eier-und Bahnhof-Nonsens-Geschichten, geht die Autorin Herta Müller, gegen den angeblichen Staatsschriftsteller vor, obwohl sie selbst im Begriff ist, mit Unterstützung aus politischen Kreisen eine unantastbare Staatsschriftstellerin zu werden.
Statt still in der Stube zu sitzen – ganz klein mit Hut -  und sich des usurpierten Nobelpreises zu erfreuen, tadelte sie schließlich besserwisserisch überheblich die Entscheidung der ihr einst so wohlgeneigten
Juroren aus dem Nobelpreiskomitee in Stockholm,
die vergessen hatten ihren werten wie kompetenten Rat und ihr Plazet einzuholen.
Alle liegen natürlich falsch, alle machen Fehler, nur sie,
die Eine,
ist allwissend, unfehlbar,
gut und gerecht,
quasi als unfehlbare Päpstin auf dem Literatur-Thron,
obwohl sie mit den Kommunisten Nicolae Ceausescus angebandelt hatte,
von diesen gehätschelt und gefördert wurde.
Was zählen schon Argumente und Moral – Hauptsache es gibt wieder einen Aufschrei in der Presse,
einen kleinen Skandal, der ihr etwas Aktualität beschert!

Nun, wo der böse Wolf aus der Fabel „Securitate“ nicht mehr zieht und wirkt,
müssen die Nobelpreisträger-und Schriftsteller-Kollegen

Günther Grass
und Mo Yan
herhalten, um - von einer moralischen Versagerin auf breiter Front -denunziert zu werden
flankiert von dem Dissidenten und Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels im letzten Jahr (2012) 

Liao Yiwu

dessen unkritische Haltung zu Herta Müllers Securitate-Stories mich skeptisch stimmen. (Manche Exil-Chinesen argumentieren ähnlich, aus anderen Gründen.)

Hauptsache sie bleibt im Gespräch!
Der provozierte Skandal ist für Herta Müller Methode, ein machiavellistisches Mittel zum Zweck, um im Gespräch zu bleiben,
ungeachtet der Namen, die herhalten müssen. 

Heinrich Heine pflegte so charakterlich fraglich vorzugehen, wenn er einen Gegenstand des Spottes benötigte. 

Herta Müller agiert - man höre und staune - aus einem moralischen Impetus heraus, ohne sich der eigenen Bigotterie bewusst zu sein? 

Sie macht ihr Spiel - und dreht ihr Ding!

Solange man ihr nicht - von höherer Warte aus - öffentlich massiv widerspricht, wird sie munter weiter machen.

Mein einsames Rufen aus der Wüste reichte bisher nicht aus, um Wesentliches zu verändern.

Wenn Gott in dieser Welt einen höheren Stellenwert hätte, würde sie wahrscheinlich auch mit Gott hadern und ihm Versagen vorwerfen!?
Viel Feind, viel Ehr!?

 Dichtung oder Wahrheit






 Herta  Müller - von ihren Förderern zur Ikone stilisiert





Noch 1984 publizierte die angeblich verfolgte Schriftstellerin Herta Müller

im "Neuen Weg", in deutscher Sprache

in Bukarest zur Zeit der Ceausescu-Diktatur



1978 - Richard Wagner, seit  1982 mit Herta Müller verheiratet,
liefert hier seine Propaganda-Aufbau-Lyrik ab,
aus der Sicht eines Genossen der Rumänischen Kommunistischen Partei





Richard Wagners Partei-Genosse
aus der
Rumänischen Kommunistischen Partei
Nicolae Ceausescu




Hier veröffentlichten Richard Wagner und Herta Müller mit dem Segen der KP
- ist das alles schon vergessen?








Carl Gibson - ein Opus über Widerstand im Ceausescu-Kommunismus

Hier bediente sich schamlos Herta Müller.

Die Germanisten aus Paderborn und Würzburg werden die plagiatsverdächtigen Textstellen sicher bald eruieren und in die Diskussion stellen.





 Carl Gibson, Philosoph, Historiker,  Bürgerrechtler -

seine Kritik an der  Nobelpreisnominierung und der Nobelpreisehrung ging um die Welt - bewirkt hat sie nicht viel.



Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel



















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Michel de Montaignes Essay „De la solitude“- Das Leben in Abgeschiedenheit zwischen profaner Weltflucht und ästhetischer Verklärung.

Michel de Montaignes Essay „De la solitude“- Das Leben in Abgeschiedenheit zwischen profaner Weltflucht und ästhetischer Verklärung...